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Nazaré
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Nazaré

Nazaré ist Portugals Riesenwellenhauptstadt — Praia do Norte, der Sítio-Kliff, Fisch auf dem Strand getrocknet und traditionelle Fischerinnen in bunten Röcken.

Auf einen Blick

Best time Oktober–März für Riesenwellen; Juni–September für Strand
Days needed Ganzer Tag
Entfernung von Lissabon 120 km nördlich
Anreise Bus ab Sete Rios (1,5 Std.) oder Auto
Beste Wellenzeit Oktober–März (Riesenwellen); Sommer für Strand
Aufenthaltsdauer Ganzer Tag
Kombination Gut mit Óbidos kombinierbar (30 Min. südlich)
Best for: beach-lovers · surfers · nature-lovers · first-timers

Nazaré ist in den letzten zehn Jahren zu einem der bekanntesten Orte Portugals geworden — nicht wegen des Strandes oder des Fischerdorfs (beides schon immer vorhanden), sondern wegen der Riesenwellen an der Praia do Norte nordöstlich des Dorfes. Der Garret-McNamara-Weltrekord von 2011 (24 Meter) und spätere Rekordversuche (30+ Meter von verschiedenen Surfern) machten Nazaré zur Riesenwellenhauptstadt der Welt.

Die Wellen gibt es nur in bestimmten Monaten (Oktober bis März bei Nordwestswell) und nur für Profisurfer — die meisten Besucher kommen, um zuzusehen, nicht um zu surfen. Das ergibt einen seltsam schönen Kontext: Hunderte Menschen stehen auf dem Kliff von Sítio und beobachten, wie ein einzelner Surfer auf einer 20-Meter-Wand reitet, bevor die Welle ihn in der Gischt verschluckt.

Im Sommer ist Nazaré ein traditionelles Fischerdorf, das auf Strandurlauber umgeschaltet hat: langer Sandstrand, Fischrestaurants, und gelegentlich noch Fischer, die Fisch auf den Klippen trocknen — ein Bild, das direkt aus dem 19. Jahrhundert entnommen scheint.


Anreise nach Nazaré

Mit dem Bus — Rede Expressos ab Terminal Sete Rios nach Nazaré, Fahrtzeit etwa 1,5 Stunden, €13–17 einfache Fahrt. Direkte Verbindungen mehrmals täglich; online buchen.

Mit dem Auto — A8 nordwärts, dann Richtung Caldas da Rainha und weiter zur Küste. Fahrtzeit ab Lissabon: 1,5 Stunden. Parken in Nazaré: günstig oder kostenlos außerhalb der Hochsaison; im Juli–August früh ankommen für einen Platz nahe dem Strand.

Mit einer Tour

Surf-Tour ab Lissabon: Nazarés riesige Atlantikwellen sehen Nazaré-Riesenwellen-Tour ab Lissabon mit Óbidos inklusive Nazaré-Riesenwellen und Óbidos Kleingruppenausflug ab Lissabon

Sehen und erleben

Praia do Norte und die Riesenwellen

Der Strand nördlich des Dorfkerns — von Sítio-Kliff aus zugänglich — ist die Stelle, wo die berühmten Riesenwellen brechen. Das Unterseeprofil (der sogenannte Nazaré-Canyon: 5.000 Meter tief, mit einem Unterwasservorsprung, der den Swell konzentriert) erzeugt die einzigartigen Bedingungen.

Zur Wellenzeit: Auf dem Kliff von Sítio stehen (kostenlos, kein Ticket nötig) und beobachten. Informationen zur aktuellen Swell-Prognose auf Windguru oder Surfline prüfen — Riesenwellen-Tage sind selten; an normalen Wintertagen sind die Wellen 4–8 Meter, imposant, aber keine Rekordversuche.

Im Sommer ist Praia do Norte ein normaler Atlantikstrand, kühler und rauer als die Stadtstrände.

Sítio — der Kliff

Sítio ist der Ortsteil über dem Nazaré-Kliff, mit einer kleinen Kirche (Nossa Senhora da Nazaré), einem Aussichtspunkt und ein paar Cafés. Die Standseilbahn (Teleférico) verbindet das Dorf mit Sítio in 3 Minuten (€2 einfach; €3 Hin-/Rückfahrt) — ein obligatorisches Nazaré-Erlebnis. Zu Fuß gibt es einen Pfad.

Hauptstrand (Praia de Nazaré)

Der Hauptstrand des Dorfes ist im Sommer belebt — langer Sandstreifen, Strandkörbe und Sonnenschirme mietbar, Restaurants hinter dem Strand. Im Winter fast leer und eindrucksvoll in der Herbststimmung.

Trockenfisch-Szene

Auf den Klippen zwischen Dorf und Sítio kann man gelegentlich noch Fischer sehen, die Fisch auf hölzernen Gerüsten trocknen — ein traditionelles Bild, das überlebt hat. Am häufigsten am frühen Morgen und in den kälteren Monaten sichtbar.


Gastronomie

Casa Maria (Rua Adrião Batalha) — das meistempfohlene traditionelle Fischrestaurant; frischer Fang, zubereitetes Bacalhau, vernünftige Preise (€15–20/Person).

A Tasquinha — kleineres Lokal für Petiscos; gut für Mittag.

Die Restaurants an der Hauptpromenade nahe dem Strand sind bequem, aber teurer und touristischer; für besseres Preis-Leistungs-Verhältnis eine Gasse in das Dorfzentrum weiter hinein.


Kombination mit Óbidos

Nazaré und Óbidos Tour ab Lissabon

Nazaré und Óbidos liegen 30 Minuten auseinander und bilden die natürlichste Kombination im Nordalentejo/Silberküste-Bereich: Küste und Geschichte am selben Tag. Nazaré morgens (Strand und Sítio), dann Fahrt nach Óbidos (mit eigenem Auto, Taxi oder Tour) für Mittagessen in der Stadtmauer und Ginjinha in Schokoladenbechern.


Häufig gestellte Fragen zu Nazaré

Wann sind die Riesenwellen in Nazaré?

Oktober bis März, bei starkem Nordwestswell aus dem Atlantik. Die besten Riesenwellen-Tage sind vorhersehbar aber unregelmäßig — Windguru-Prognose 3–5 Tage im Voraus prüfen. Nicht jeder Wintertag hat Riesenwellen; normale Wintertage haben 4–8 Meter — immer noch beeindruckend. Im Sommer keine Riesenwellen.

Kann man in Nazaré die Riesenwellen selbst surfen?

Nein, für normale Touristen oder sogar erfahrene Hobbysurfer. Die Praia-do-Norte-Riesenwellen sind für Profis mit Jetski-Teams und kompletter Sicherheitsausrüstung. Zuschauen vom Sítio-Kliff ist das Angebot für Besucher.

Wie kombiniere ich Nazaré optimal mit einem Lissabon-Aufenthalt?

Als Ganztagesausflug: Bus am Morgen (7–8 Uhr ab Sete Rios), Sítio und Strand in Nazaré, Mittagessen, nachmittags Óbidos, Bus zurück nach Lissabon (Ankunft 19–20 Uhr). Oder mit Übernachtung in Nazaré oder Óbidos für ein entspannteres Tempo.